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Alarmzeit

Mittwoch, 14. Oktober 2015, 07:11 Uhr

Alarmierte Stufe

Brand 1 Serres | Brand 2 Wiernsheim | Brand 3 Wiernsheim

Eingesetzte Kräfte

HLF 20/16 Wiernsheim
LF 8 Wiernsheim
MTW Wiernsheim
LF 8/6 Iptingen
LF 8 Pinache
MTW Pinache
LF 8/6 Serres
MTW Serres
ELW 1 Mühlacker
HLF 16/12 Mühlacker
Drehleiter Mühlacker (DLK 23-12)
Polizei
Polizei-Brandursachenermittler
DRK-Helfer vor Ort Wiernsheim
Rettungsdienst mit RTW
Kreisbrandmeister
Hauptamtsleiter Gemeinde Wiernsheim

Brand an Gebäude, Wiernsheim

Als die Feuerwehr alarmiert wird, weil ein brennendes Auto höchste Gefahr für das direkt an den Carport angebaute Wohnhaus darstellt, hat der Hauseigentümer längst begonnen, mit dem Gartenschlauch das Feuer zu bekämpfen. Dabei zieht er sich Brandverletzungen zu, rettet aber mit großer Wahrscheinlichkeit sein Haus.

Beim Eintreffen der Feuerwehr brennt das Auto im Carport lichterloh. Die Mülltonnen direkt vor dem Auto und das Holz über dem Auto brennen ebenfalls. Das Feuer ist gerade im Begriff, auf das direkt angebaute Hausdach überzugreifen. Darum wird sofort nachalarmiert (Serres und Iptingen).

Die Schnittstelle zwischen Carport und Haus wird zunächst vom Eigentümer, dann von der Feuerwehr immer wieder nassgespritzt (Riegelstellung). So wird das Übergreifen der Flammen erfolgreich verhindert.

Der Löscherfolg ist zunächst aber völlig unklar. Denn neben dem Carport steht eine Garage. Auf der Garage ist ein Holzverschlag. Das Hausdach reicht über diesen Verschlag bis zum Carport und der Verschlag ist voller Rauch. Ob sich die Flammen schon in den Bereich zwischen Holzbalken und Dachziegeln vorgefressen haben, lässt sich in dieser Situation nicht erkennen. Also erhöht der Einsatzleiter vorsichtshalber auf "Dachstuhlbrand", was eine Nachalarmierung der Feuerwehr Mühlacker mit der Drehleiter und einem Löschfahrzeug sowie des Kreisbrandmeisters zur Folge hat. Benötigt wird die auswärtige Hilfe zwar nicht mehr, aber sicher ist sicher. Außerdem stehen zahlreiche Atemschutztrupps aus allen vier Abteilungen auf der Wendeplatte vor dem Haus für den Einsatz bereit.

Die Flammen sind relativ schnell erstickt. Der Verschlag wird ausgeräumt, das Dach wird im Bereich nahe der Brandstelle abgedeckt und es erfolgen mehrere Kontrollen mit der Wärmebildkamera. Den PKW darf die Feuerwehr nicht auf die Wendeplatte schieben, wo er im Fall der Fälle sicherer stehen würde, weil er für die Brandursachenermittlung der Polizei an Ort und Stelle bleiben soll.

Nachdem die gebrauchten Atemschutzgeräte und die dreckigen Schläuche zur Zentralen Feuerwehr-Werkstatt in Mühlacker gebracht wurden, erfolg nochmal eine Nachkontrolle mit der Wärmebildkamera. Es lässt sich nur noch eine leicht erhöhte Temperatur direkt im Bereich über dem Auto feststellen, so dass keine Gefahr mehr besteht.

Randnotiz:
Der Einsatz war gerade im morgendlichen Berufsverkehr, und die Einsatzstelle lag so, dass das zuerst eingetroffene HLF der Abteilung Wiernsheim in der Ausfahrt aus einem ganzen Wohngebiet abgestellt werden musste. Das hatte entsprechende Engpässe zur Folge, die später eingetroffenen LF8 der Abteilungen (außer Pinache, was gleich mitalarmiert war) wurden etwas außerhalb abgestellt, ebenso der Löschzug aus Mühlacker. Nett war es trotzdem, dass der Maschinist des HLF trotz Blaulicht, Warnblinker und zu allen Seiten des Fahrzeugs heraus verlaufenden Schlauchleitungen aufgefordert wurde, das Fahrzeug umgehend umzuparken. Was nach seinem Spruch "Guter Mann, rufen Sie halt die Polizei und lassen mich abschleppen!" passiert ist, entzieht sich leider der Kenntnis des Chronisten.

Autor: FF Wiernsheim,     Erstellt: 14. 02. 2016,     Aktualisiert: 31. 03. 2020,    

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