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Einsatzübung Forstunfall

Samstag, 12. Oktober 2019

Die Vorbereitung: Zwei Mal wurde einen Donnerstagabend lang trainiert, damit die öfter und weniger oft gebrauchten Handgriffe und Knoten gleichermaßen sitzen. Denn bei der Abschlussübung ist nicht nur genaues Arbeiten gefragt, sondern der Kopf sollte frei sein, um in unwegsamem Terrain unfallfrei eine bis dato unbekannte Aufgabe zu bewältigen.

Die Übungsannahme: Bei leicht missglückten Waldarbeiten ist eine Person unter einem Baumstamm begraben worden. Eine andere hat leichtere Verletzungen abbekommen und kann immerhin noch die Rettungskräfte alarmieren. An einem steilen Hang im Wald zwischen Wiernsheim und Wurmberg drohen Stamm und Rettungskräfte gleichermaßen abzurutschen und benötigen eine Sicherung.

Die Einsatzübung: Dem erkundenden Zugführer folgen mit kurzem Abstand das HLF 20/16 und der KTW des DRK-Ortsvereins. Weil auf der beim Notruf angegebenen Zufahrt ein weiterer Baum querliegt, wird das LF 8 über einen anderen Weg zu vermuteten Einsatzstelle geschickt. Die HLF-Besatzung macht derweil mit der Kettensäge den Weg für die ausgebremsten Kräfte frei.

Das hat zur Folge, dass völlig unerwartet (aber sicher von den Machern nicht ungeplant) das LF 8 zuerst an der Unfallstelle eintrifft. Weil aus Rücksicht auf eventuelle reale Einsätze vorrangig das HLF besetzt wurde, sind in der Erstphase neben Gruppenführer und Maschinist nur drei Mann zur Hilfeleistung verfügbar. Die kümmern sich nach einer groben Erkundung um die beiden Verletzten. Davon steckt dem einen ein Ast in der Hand, während der andere mit anzunehmenden schweren Verletzungen unter dem unerwartet gefallenen Stamm eingeklemmt ist.

Als eine der ersten Maßnahmen werden Feuerwehrleinen im Hang gespannt, um eine Fortbewegung ohne Abrutschen zu ermöglichen. Immer mehr Material kann zum Eingeklemmten gebracht werden, während der Stamm mittels Mehrzweckzug am oberen Ende und quergespannten Feuerwehrleinen am unteren Ende in seiner Position fixiert wird. Die Befreiung des Verletzten erfolgt danach mittels Hebekissen, der Abtransport über Schaufeltrage, Schleifkorbtrage und Steckleiterteile bis rauf zum Waldweg, wo sämtliche Einsatzfahrzeuge stehen.

Unterm Strich eine sehr gelungene Übung, die erst gut vorbereitet und dann auch flüssig abgearbeitet wurde, von kleineren Kommunikationsproblemen mal abgesehen.

Autor: rkue,     Erstellt: 12. 10. 2019,     Aktualisiert: 29. 03. 2020,    

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